Benutzer Password
Name/PLZ/Stadt eingeben
PLZ-Deutschlandkarte

Warmlufträume

Warmlufträume werden zumeist mit gemäßigter Temperatur und in einem mittleren Feuchtebereich (zwischen Sauna- und Dampfraumklima) betrieben.
Es kann baulich zwischen Massiv gebauten oder mit Holz und anderen leichten Materialien errichteten Baderäumen unterschieden werden.

 

Hamam

Hamam mit „Nabelstein“; Foto: Ishara, Bielefeld
Das Hamam (türkisches Bad) ist als Mehrraum-Schwitzbad in feucht-warmer Luft
– verbunden mit Massage, Abreibungen und Abgießungen – im ganzen islamischen Kulturkreis verbreitet. Dem Badeablauf entsprechend besteht das Hamam aus Warmluftraum, Warmluftraum mit Podest für Massagen und nach geschalteten Sonderschwitzräumen zur Hautreinigung und für Abgießungen. Die Abkühlung geschieht allmählich beim Nachruhen ohne Kaltwasseranwendungen.

Bauausführung (Massivbauweise):
Überkuppelte Räume mit den typischen „Glasaugen“ in der Decke. Wände mit Waschbrunnen in Nischen. Mittelpunkt des Hauptschwitzraumes ist der „Nabelstein“ (Podest, göbek tasi;) für Massagen und zum Ruhen. Alle Baderäume werden über eine Fußbodenheizung (Hypokaustum) und ggf. über Wandheizungen beheizt.

Raumklima:
Warmluftraum/Vorbereitungsraum (sogukluk): mit 25 – 30 °C bei 80 – 90 % rel. Feuchte;

Warmluftraum/Schwitzraum (sicaklik): mit 32 – 38 °C bei 95 % rel. Feuchte (keine Wasserdampfschwaden);

Sonderschwitzräume (halvet): mit 35 – 42 °C bei > 95 % rel. Feuchte