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Indikation / Kontraindikation

Sauna-Indikationen bei Krankheiten

Mit zunehmendem Gesundheitsbewusstsein wird in der Öffentlichkeit immer wieder die Frage gestellt, was der Einzelne zur Verbesserung seiner Gesundheit und gar zur Überwindung von Krankheit beitragen kann. Als eine Möglichkeit, den Körper in seinen Reaktionen zu unterstützen und damit Krankheit abzuwehren bzw. aufzuhalten, wird auch das Saunabaden genannt. Die Frage ist dabei nicht, ob Saunabaden zur Gesunderhaltung beitragen kann, sondern, ob es eine Möglichkeit ist, neben anderen Maßnahmen auch Krankheiten zu heilen oder den Verlauf günstig zu beeinflussen.

Den Anspruch, direkt in krankheitsverursachende Prozesse einzugreifen, also spezifisch wirksam zu werden, darf man nur in seltenen Fällen erwarten; möglich ist es jedoch, und darauf kommt es bei chronischen Erkrankungen an, die Pflege allgemeiner Funktionen des Organismus wie Wärmehaushalt, Schlaf, Kreislauf usw. zu fördern. Sie sind Voraussetzung für Wohlbefinden und gesundheitliche Stabilität des Körpers. Im Unterschied zu einer spezifischen Therapie spricht man hier von Allgemeinbehandlung oder Pflegemaßnahmen.

Unterstützende Maßnahme
Dass von der Körperpflege sehr viel abhängt, hat bereits im Mittelalter in zahlreichen sog. Gesundheitslehren - den „regimina sanitatis“ - ihren Niederschlag gefunden. Erst jetzt, da man eingestehen muss, dass auch einer spezifischen auf die Krankheitsursachen ausgerichteten Behandlung Grenzen gesetzt sind, bekommen naturgemäße Anwendungen im Rahmen der Allgemeinbehandlung wieder zunehmend Bedeutung. Vorreiter für diese Heilverfahren hat es schon immer gegeben, auch an Universitäten in Deutschland. Programmatisch war z. B. die Bezeichnung des Lehrstuhls an der Berliner Charité in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts als „Naturgemäße Heil- und Lebensweisen“. Damit wurde unterstrichen, dass Lebensweise und Krankheitsbewältigung in einem engen Zusammenhang zu sehen sind.

An der Charité wurden auch erste Untersuchungen zur Langzeitwirkung des Saunabadens bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen durchgeführt. Inzwischen wird Saunabaden als unterstützende Maßnahme bei zahlreichen Erkrankungen empfohlen, bei denen die sog. Schulmedizin sich lange dagegen ausgesprochen hat.
Sauna - also ein Allheilmittel? Sicher ist sie das nicht, aber es gibt Wirkungen, die auf den Verlauf einer Krankheit einen günstigen Einfluss haben und für das Lebensgefühl bei vielen chronischen Krankheiten von Bedeutung sind.

Wirkfaktoren

Für Saunaprofis ist es keine Frage: Saunabaden betrifft in erster Linie die Regulation des Wärmehaushalts. Es ist der umfassende, den ganzen Körper, einschließlich der Atemwege, beanspruchende Wärmeansturm, der durch Wasseraufgüsse noch forciert werden kann und durch Kalt- bzw. Wechselreize unterbrochen wird. Dies alles führt schließlich zu einer kurzen milden Überwärmung von ungefähr 1° C.

Wärmezufuhr bedingt, dass der Organismus mittels Kreislauf und Schwitzen versucht, dieses Zuviel an Wärme wieder abzugeben. Umgekehrt wehrt sich auch der Körper gegen Wärmeverluste in der Abkühlungsphase, wo er sich durch entgegen gerichtete Kreislaufreaktionen abschirmt. Durch wiederholtes Saunabaden werden daher die Reaktionen des Wärmehaushalts und das in seinem Dienst stehende Herz-Kreislauf-System trainiert.

Das Betreten einer normal geheizten Saunakabine bedeutet für den Körper prinzipiell einen Stress. Es entsteht eine Situation, deren Ablauf festgelegt ist und eigentlich dem Schutz des Körpers dient. Stress kann also unter natürlichen Bedingungen normal sein. Phylogenetisch, d. h. nur aus der Entwicklung der Menschwerdung zu erklären, handelt es sich um das sinnvolle Zusammenspiel des vegetativen Nervensystems einschließlich seiner humoralen Komponenten u. a. der Katecholamine  Adrenalin und Noradrenalin aus der Nebenniere. Der Alarmreaktion, die vom sympathischen Nervensystem gesteuert wird, folgt eine Erholungsphase in der der andere Zügel des vegetativen Nervensystems, der Vagus die Oberhand bekommen hat. Das Einzigartige am Saunabaden ist, dass die durch Hitze in Gang gesetzte Alarmreaktion durch Kaltreize wieder gedämpft  wird. Erst nach dem Saunabad erholt der Badegast sich richtig. Zu bedenken ist, dass die Stressbelastung in der Sauna  einen natürlichen Reiz darstellt, der nicht mit sog. Disstress (z. B. durch Überlastungs- oder Angstsituationen) zu vergleichen ist. Regelmäßiges  Saunabaden führt schließlich zu einer nervlichen Umstimmung, wenn sich die Alarmreaktionen abschwächen und im vegetativen Tonus der Vagus dauerhaft überwiegt.

Darüber hinaus ist in der bis an die Schmerzgrenze gehenden Stimulation der Hautrezeptoren durch die heiße Luft ein weiterer Wirkfaktor zu sehen, der bisher in seiner Bedeutung noch nicht richtig erkannt wurde und der bei anderen Formen der Warmluftbäder fehlt. Ganz besonders wird das beim Aufguss spürbar. Das Gehirn als Zentrale erfährt auf diese Weise „verschärfte“ Informationen aus dem Körper, die in den  Gefühls- und Erlebniszentren  analysiert und bewertet werden. Dort findet die Entscheidung statt, ob Gefahr besteht oder Entspannung angesagt ist. Saunabaden wird bis auf wenige Ausnahmen, als angenehmes Erlebnis bewertet. Sicher spielen für das Saunaerlebnis auch die sog. Glückshormone (Endorphine), die unter dem Hitzestress der Sauna nachgewiesen werden konnten,  eine Rolle. Das erklärt auch zum Teil die schmerzlindernde Wirkung bei bestimmten  Schmerzarten.
Zusammenfassend kann man sagen, dass der besondere Wert des Saunabadens darin liegt, dass die Ganzkörpererwärmung vielfältig in das funktionelle System des Organismus hineinwirkt. Untersuchungen zur  Aktivierung der Körperabwehr oder zum Radikalstoffwechsel stehen erst am Anfang. Auch lässt sich der Einfluss einer milden Saunahyperthermie auf die Endothelzellen, die die Blutgefäße von innen auskleiden und eine Schutzfunktion auf die Gefäße ausüben, noch nicht abschätzen.

Empfehlungen für Kranke

In Finnland fragt man nicht,  ob Kranke in die Sauna gehen dürfen. „Wer zur Sauna gehen kann, geht auch in die Sauna.“, sagt ein finnisches Sprichwort. Damit ist zweierlei gesagt: Krankheit muss nicht Hinderungsgrund für das Saunabaden sein und Saunabaden hat Grenzen, wenn nämlich Krankheit den  Patienten so schwächt, dass der Weg zur Sauna nicht mehr möglich ist. Das trifft besonders für akute Erkrankungen zu, bei denen nur im Ausnahmefall Sauna eine Indikation darstellt (zum Beispiel beim akuten Rückenschmerz). Die Rede ist also vom chronischen Verlauf von  Erkrankungen, vom Fortschreiten der Prozesse , Auftreten von Komplikationen und einem Abnehmen der Kräfte.
Die Medizin unterscheidet bei den meisten Krankheiten drei Verlaufsstadien. Ohne auf Einzelheiten einzugehen, kann man zusammenfassen, dass ein Stadium I erst den Beginn einer Chronifizierung darstellt und noch die Chance der Rückbildung bzw. Krankheitsstillstand einschließt. Dies trifft besonders zu, wenn Ursachen und Bedingungen (zum Beispiel auch die Lebensweise) entsprechend darauf abgestellt werden. Dagegen ist ein Stadium III durch Fortschreiten der pathogenetischen Prozesse charakterisiert und mit Komplikationen belastet. Hier ist dann eine sehr sorgfältige ärztliche Beratung gefragt, ob der Saunabesuch noch möglich ist. Im Zweifel kann der Arzt einen Belastungstest auf dem Fahrrad-Ergometer veranlassen, ob die festgelegte Grenze von 75 Watt als Dauerleistung noch erreicht wird. Unter Umständen kann man auch durch eine Probesauna die Verträglichkeit feststellen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

In den entwickelten Industrieländern stehen bekanntlich die Herz-Kreislauf-Erkrankungen an erster Stelle der Erkrankungen, was vielfältige Ursachen hat. Sprachen sich vor wenigen Jahrzehnten noch die meisten Ärzte für Schonung der Patienten aus und meinten, von Sport und Bewegung und gleichfalls vom Saunabaden abraten zu müssen, so ist man heute aufgrund zahlreicher Studien der Ansicht, dass moderates Saunieren bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Stadium I und unter Umständen auch im Stadium II möglich und sogar empfehlenswert ist. Das trifft im Einzelnen für Patienten mit hohem Blutdruck zu als auch für Patienten mit Durchblutungsstörung am Herzen (Koronarsklerose oder Angina pectoris). Voraussetzung ist in jedem Fall, dass die Belastbarkeit ausreichend eingeschätzt wird und die medikamentöse Behandlung Stabilität verleiht.

Die Wirkfaktoren auf das Herz-Kreislauf-System einzig in der Erweiterung der arteriellen Blutgefäße zu sehen, und damit in einer Reduzierung des peripheren Kreislaufwiderstandes, was für das Herz“ Arbeit unter erleichterten Bedingungen“ bedeutet, ist sicher zu einfach gedacht. Gerade bei den Kreislauferkrankungen muss man die Gesamtwirkung der Sauna auf Seele, Geist und Körper in Betracht ziehen, die letztlich zu Entspannung und Wohlbefinden führt.
Außerdem weiß man durch Untersuchungen einer japanischen Forschergruppe, dass die Funktion der Gefäßwände durch Sauna regeneriert wird und damit einer sog. „endothelialen Dysfunktion“ vorgebeugt werden kann.

Atemwegserkrankungen

Die Indikation zum Saunabaden für Patienten dieser Krankheitsgruppe erfordert aufgrund der spezifischen Beanspruchung der Atemwege in der Sauna eine besondere Besprechung. Man muss sich vergegenwärtigen, dass Luft durch Nase und Rachen in die Atemwege einströmt, die mit etwa 50 bis 90 °C zwei- bis dreimal über der Temperatur der Atemluft unter Normalbedingung liegt. Hinzu kommt der niedrige Wasserdampfgehalt der Luft, der einer Austrocknung der Schleimhaut Vorschub leisten kann. Es kommt also in der Sauna zu erheblicher Temperatur- und Flüssigkeitsverschiebung in der Schleimhaut. Dennoch passt sich die Schleimhaut der Atemwege an diese Bedingungen gut an. Im Endeffekt erwärmen sich die Atemwege, was auf Schleimproduktion, Abwehrleistung und auf Entkrampfung der Muskulatur der Bronchien einen förderlichen Einfluss hat. Nach dem Bad spüren viele Patienten eine Erleichterung ihrer Atmung. Eine besondere Wohltat ist das Einatmen der kalten Luft nach dem Saunakabinen-Aufenthalt. Darüber hinaus profitieren Patienten dieser Gruppe von der entspannenden und umstimmenden Wirkung des Bades. So gelten sowohl die einfache chronische Bronchitis als auch komplizierte, mit Verengung der Luftwege einhergehende Formen (chronisch obstruktive Lungenerkrankungen = COLD) sowie das durch Anfälle von Luftnot charakterisierte Asthma bronchiale als Indikationen für die Sauna.

Allgemein akzeptiert ist die Anwendung der Sauna bei infektanfälligen Patienten, die immer wieder an grippeähnlichen Erkrankungen leiden. Hier gibt es eine Reihe von epidemiologischen Untersuchungen, die eine Infektstabilisierung sowohl im Kindes- als auch Erwachsenenalter belegen. Ursache ist neben einer verbesserten Durchblutung der Schleimhäute eine Stärkung unspezifischer immunologischer Abwehrvorgänge wie z.B. eine Anregung der sog. „Killerzellen“ im Blut oder eine Erhöhung des Interferontiters. Diese Vorgänge werden allgemein mit dem Begriff der „Abhärtung“ beschrieben.

Rheumatischer Formenkreis
Soweit nicht akute entzündliche Reaktionen bei rheumatischen Erkrankungen den Saunabesuch verbieten, hat die milde Erwärmung der Gewebe auf die chronischen schmerzhaften rheumatischen Prozesse eine günstige Auswirkung. Generell ist davon auszugehen, dass die Wärme zu verstärkter Durchblutung, besonders der oberflächennahen Gewebe und damit dort zur Steigerung des Stoffwechsels führt. Damit verbunden ist eine Aktivierung der lokalen Abwehrlage z.B. in den Gelenken. Auch die Freisetzung von Endorphinen und  die Lösung schmerzhaft verspannter Muskulatur sowie die unter Wärmeeinfluss verbesserte Dehnbarkeit des Bindegewebes (z. B. der  Faszien und Sehnen) tragen insgesamt zur wohltuenden Wirkung bei. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass eine Überforderung des Wärmehaushalts vermieden wird, was bei manchem der Rheumapatienten der Fall sein kann. Rheumapatienten sollten also gut in den richtigen Badeablauf eingewiesen werden.

Nierenerkrankungen

Von der Medizin anerkannte Indikationen für das Saunabaden bei Nierenerkrankung gibt es nicht, obwohl man sich von der allgemeinen Durchwärmung durchaus eine positive Rückwirkung auf die Nierenfunktion vorstellen kann. Wohl finden sich in der medizinischen Literatur einige Untersuchungen, bei denen Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, der sog. Niereninsuffizienz, günstig auf Saunabäder reagiert haben, vor allem im Hinblick auf den oft störenden Juckreiz. Es ist bekannt, dass durch das Schwitzen die Flüssigkeitsbilanz belastet wird, was aber auch  mit einer vermehrten Ausscheidung von Kalium verbunden ist. Zuletzt hatte auf dem internationalen Saunakongress in Aachen 1999 Wagner sehr detailliert darüber berichtet. Schon vor längerer Zeit war außerdem gezeigt worden, dass die bei beginnender Einschränkung der Nierenfunktion auftretende Blutdruckerhöhung durch Saunabäder ausgeglichen werden kann.

Bei der ärztlichen Beratung muss auf jeden Fall über die Trinkmenge gesprochen werden, da es Patienten gibt, bei denen abhängig vom Stadium der Erkrankung einerseits reichliche Flüssigkeitsaufnahme angezeigt ist, andererseits aber auch stark beschränkt sein kann.

Tumorerkrankungen
Eine spezielle Indikation für das Saunabaden für Patienten mit Tumorerkrankungen gibt es nicht, etwa in dem Sinne, dass dadurch das Tumorwachstum aufgehalten werden könnte. Aber umgekehrt gibt es ebenfalls keinen sicheren Hinweis, dass Saunabaden die Tumorerkrankung ungünstig beeinflusst. Sicher ist jedoch, dass Patienten nach Abschluss spezifischer Behandlung, sei es Operation oder Chemotherapie, das Saunabaden beginnen oder wieder aufnehmen können. Dies ist von unschätzbarem Wert, da dadurch das Gefühl vermittelt wird, nach überstandener Krankheit wieder am Leben teilnehmen zu können. Der behandelnde Arzt muss entscheiden, wann der Zeitpunkt dafür gegeben ist.
Hat sich ein anhaltendes Lymphödem  nach einer Tumoroperation eingestellt, ist vom Saunabaden jedoch abzuraten, da eine vermehrte Durchblutung eine größere Rückflusskapazität erfordert als von dem ohnehin überfordertem Lymphgefäßsystem geleistet werden kann. Im Einzelfall kann sich ein Lymphödem allerdings auch durch die Anwendung der Sauna verbessern, weil auch die Lymphgefäße durch die Wärme angeregt werden. Da die Gefahr einer Verschlechterung jedoch groß ist, kann aber auch für das Frühstadium des Lymphödems keine allgemeine Empfehlung ausgesprochen werden.

Behinderungen

Die Beratung von Patienten mit Behinderung, z. B. nach Schlaganfall oder nach Unfällen mit Wirbelsäulenverletzung und Querschnittslähmung setzt eine besondere Erfahrung voraus. Hier ist immer mit Komplikationen zu rechnen, die die Belastung in der Saunahitze einschränken. Dennoch zeigt die Erfahrung, dass auch Patienten nach Schlaganfall bei stabiler Kreislaufsituation sich in der Sauna gut entspannen können und ihr Lebensgefühl wieder finden. Auf jeden Fall sind es Einzelentscheidungen, die zu treffen sind.
Anders ist die Lage bei den Patienten, die durch einen Unfall eine Querschnittslähmung erfahren haben und Rollstuhlfahrer sind. Bei ihnen kommt es besonders darauf an, dass sie, wenn irgend möglich und keine zusätzlichen Komplikationen vorliegen, ein neues Lebensgefühl entwickeln. In Finnland übrigens ist Sauna fester Bestandteil in der Rehabilitation von Querschnittspatienten.

Stoffwechselstörungen, Übergewicht und Diabetes

Die Übergewichtigkeit, auch Adipositas genannt, muss primär weniger als Krankheit gesehen werden, sondern als eine komplexe Störung der Energiezufuhr bei entsprechender Anlage. Die Betroffenen haben,  solange das Übergewicht sich in Grenzen hält, keine spezifischen Symptome. Erst wenn durch die Gewichtszunahme das allgemeine Leistungsvermögen insbesondere das Herz-Kreislauf-System an die Grenze der Belastbarkeit kommt, können sich Einschränkungen für den Saunabesuch ergeben. Oft haben Patienten mit Übergewicht eine eingeschränkte Toleranz gegenüber Wärme. Das eigentliche Gesundheitsrisiko bei Adipositas entsteht aber durch Begleitkrankheiten u.a. hoher Blutdruck, Diabetes und Leberverfettung.

Auf den Verlauf der Übergewichtigkeit oder, wie manchmal behauptet wird, um überschüssiges Fett zu verbrennen, hat die Sauna keinen Einfluss. Dennoch sollte Sauna in Gesundheitsprogrammen für Adipöse nicht fehlen aufgrund seiner guten Allgemeinwirkungen.

Ähnlich muss die Indikation für Patienten mit Diabetes gesehen werden. Ein direkter Einfluss auf den Zuckerstoffwechsel ist nicht anzunehmen, wohl aber profitieren diese Patienten von den unspezifischen Wirkungen des Saunabades. Da die Zuckerkrankheit hinsichtlich Ernährung und evtl. durch Komplikationen den Betroffenen eine gewisse Beschränkung auferlegt, bedeutet die Sauna eine Erweiterung ihres Lebensspielraums. Der Diabetiker soll schließlich lernen, ein so weit wie möglich normales Leben zu führen.
Gegenanzeigen ergeben sich im Wesentlichen aus den Komplikationen, worauf R. Brenke in dieser Zeitschrift unlängst hingewiesen hat (Ausgabe 4/2003, Anm. d. Red.). Auf die Handhabung von Insulinpumpen  muss Rücksicht genommen werden.